LEISTUNG · RETROFIT

Bestand bleibt.
Verbrauch halbiert.

Bestehende Lüftungs- und Klimaanlagen energetisch sanieren — ohne Neubau, ohne Stillstand der Produktion. Wir tauschen Lüfter auf EC-Technik, ergänzen Wärmerückgewinnung, rüsten Steuerungen auf moderne Edge-Logik und integrieren in vorhandene Gebäudeleittechnik. Für Lüftungs- und Klimabauer in der Schweiz.

Stromverbrauch
−55%
Lüfterstrom durch EC-Tausch
Wärmebedarf
−70%
durch nachgerüstete WRG
Amortisation
3–5J.
je nach Laufzeit & Förderung
Ausfallzeit
<48h
durch Vorfertigung im Werk
01 · Bestandsaufnahme

Erst messen,
dann rechnen.

Vor jedem Retrofit messen wir den Ist-Zustand: tatsächlicher Volumenstrom, SFP-Wert, Stromaufnahme, Filter­zustand, Kanaldichtheit, Schallpegel. Nur so sind Einsparungen zugesagt, nicht nur geschätzt.

Aus Lastprofil und Betriebsstunden-Auswertung berechnen wir die jährliche Energieersparnis und die Amortisations­zeit — vor Auftragsvergabe, schwarz auf weiß.

  • Volumenstrom, Druckverlust, SFP nach SIA 382/1
  • Stromaufnahme über 7-Tage-Lastgang-Messung
  • Kanaldichtheit nach EN 12237 (Klassen A–D)
  • Hygiene-Inspektion nach VDI 6022 / SWKI VA104-01
  • Förderfähigkeits-Check für ProKilowatt & Co.
Ist vs. Soll · SFP-WertSPEZ. VENTILATORLEISTUNG · W/(M³/S)
3000225015007500SFP 5 · ≥ 2500SFP 3 · 1250 – 2000SFP 1 · ≤ 5002 850ISTAC-MotorRiemenantriebBESTAND980NEUEC-DirektRETROFIT−66 %SFP · W/(m³/s)SFP-KLASSEN NACH SIA 382/1 · BEISPIEL-MESSUNG
Bestand
Retrofit-Soll
SFP-Klassen
?Was bedeutet SFP-Wert?Mehr

SFP = Specific Fan Power = spezifische Ventilator­leistung. Misst, wie viel elektrische Leistung der Lüfter pro geförderter Luftmenge braucht — die zentrale Effizienz-Kennzahl für Lüftungs­anlagen.

SFP = elektrische Leistung [W] ÷ Volumenstrom [m³/s]

Einheit: W/(m³/s) — gleichbedeutend mit Ws/m³ oder J/m³.

Beispiel: Ein alter Lüfter zieht 2 850 W und fördert 1 m³/s → SFP = 2 850. Ein moderner EC-Lüfter braucht für dieselbe Luftmenge nur 980 W → SFP = 980. Selbe Luft, ein Drittel des Stroms.

Warum nicht einfach Watt angeben? Weil eine kleine Anlage mit 500 W keine "bessere" als eine große mit 5 000 W ist — sie fördert nur weniger Luft. SFP normiert auf den Volumenstrom und macht Anlagen jeder Größe vergleichbar.

SFP-Klassen nach SIA 382/1
Klasse
SFP-Wert
Bedeutung
SFP 1
≤ 500
Sehr gut · Neubau-Ziel
SFP 2
500 – 750
Gut
SFP 3
750 – 1 250
Mittel · typisches Retrofit-Ziel
SFP 4
1 250 – 2 000
Mäßig
SFP 5
≥ 2 500
Schlecht · typischer Altbestand

Warum es für Retrofit zählt: Eine Lüftung läuft 4 000 – 8 000 Stunden pro Jahr. Halbierung des SFP halbiert ungefähr den Lüfter­strom — über 10 Jahre fünf- bis sechsstellige Beträge. Außerdem ist der SFP-Vorher/Nachher-Nachweis bei ProKilowatt und EnAW praktisch immer Pflicht­bestandteil des Förderantrags.

Was den SFP senkt
  • EC-Direktantrieb statt AC + Riemen (Hauptbeitrag)
  • Saubere Filter mit niedrigem Anfangs-Druckverlust
  • Bedarfsgeführter Betrieb · halbe Drehzahl = 12,5 % Leistung
  • Größere Kanalquerschnitte, strömungsgünstige Formteile
Was ihn hochtreibt
  • Riemenantrieb (5–10 % Verluste durch Schlupf)
  • Verschmutzte Filter · steigender Druckverlust
  • Zu kleine Kanäle · quadratisch wachsender Druckverlust
  • Konstanter Volllastbetrieb statt bedarfsgeführt
02 · EC-Technologie

Alte Lüfter raus.
EC rein.

Riemenangetriebene AC-Motoren werden durch direktgetriebene EC-Lüfter ersetzt. Wirkungsgrad steigt von 60–70 % auf 90 %+. Drehzahl wird stufenlos regelbar — kein konstanter Volllastbetrieb mehr, sondern bedarfsgeführt.

AC vs. EC · Wirkungsgrad-KurveTEILLAST = NORMALBETRIEB
100 %75 %50 %25 %0 %0255075100% LastWIRKUNGSGRADTYPISCHER BETRIEBSBEREICHAC-MOTOREC-MOTOR+30 %
EC-Motor (kommutierungsgeführt)
AC-Motor (Riemen + Frequenzumrichter)
Δ bei Teillast = Hauptersparnis
A · Direktantrieb

Kein Riemen, kein Verlust

EC-Motoren sitzen direkt auf der Welle — 5–10 % Verluste durch Riemen-Schlupf entfallen vollständig. Kein Riemenwechsel, kein Nachspannen.

B · Stufenlose Regelung

0–100 % drehzahlvariabel

Volumenstrom folgt dem Bedarf. Bei halber Last sinkt der Stromverbrauch nach kubischem Gesetz auf 12,5 % — nicht auf 50 %.

C · Plug-Fan-Bauweise

Passt in bestehendes AHU-Gehäuse

Frei laufendes Rad mit EC-Motor — direkter Einbau in vorhandene Lüftungs­geräte. Kein Gehäusetausch, kein Kanal­umbau in 90 % der Fälle.

03 · Wärmerückgewinnung

Energie, die schon
im Haus ist.

Bestehende Anlagen ohne Wärmerückgewinnung blasen 10–25 °C warme Abluft ungenutzt aus. Wir rüsten Plattenwärmetauscher (Kreuzgegenstrom), Rotationswärmetauscher oder Kreislauf­verbund­systeme nach — je nach Platzverhältnissen und Hygiene-Anforderung.

Rückwärmzahlen 75–85 % sind realistisch. Auf jährliche Heizenergie gerechnet bedeutet das in der Regel −60 bis −80 %.

  • Platte (Kreuzgegenstrom): 75–85 %, hygienisch sicher, kein Kreuz­kontakt zwischen Zu- und Abluft
  • Rotor: 80–90 %, kompakter, auch Feuchte­rückgewinnung — nicht für Reinraum
  • Kreislaufverbund (KVS): 50–65 %, einsetzbar wenn Zu- und Abluft räumlich getrennt
Energiefluss · Mit/Ohne WRGJÄHRLICHER WÄRMEBEDARF
OHNE WRG · BESTANDHEIZUNG · 100 %GEBÄUDEFORT 80 %VERLUSTJAHRESVERBRAUCH100 %(Referenz)MIT WRG · NACH RETROFIT25 %WRGZULUFT 100 % WÄRMEGEBÄUDERÜCKGEWINNUNG · 75 %25 %JAHRESVERBRAUCH25 %(−75 %)
Heizenergie
Rückgewinnung
Beispielwerte · Wirkungsgrad 75 %
04 · Steuerung

Alte Logik bleibt.
Neue Intelligenz kommt dazu.

Bestandssteuerungen werden selten komplett ersetzt. Wir hängen Edge-Gateways oder neue SPS-Kerne dazu, übersetzen über BACnet/Modbus zu vorhandener Gebäudeleittechnik und ergänzen Sensorik dort, wo sie bisher fehlt — CO₂, VOC, Differenzdruck, Feuchte.

Migrationspfad · Drei SzenarienVON KLEIN BIS GROSS
SZENARIO A · GATEWAYSANFTE INTEGRATIONBESTANDS-SPSbleibt unverändertEDGE-GATEWAYBACnet · Modbus · MQTTCO₂ · VOC · Δp NACHRÜSTENEINSPARPOTENZIAL +20 %Eingriff: gering · Stillstand: keinerSZENARIO B · SPS-TAUSCHKERN ERNEUERNBESTANDS-SPS→ ausser BetriebNEUE SPSmoderne Logik · TLS · AuditTrends · Remote-WartungBESTANDS-IO BLEIBTEINSPARPOTENZIAL +30 %Eingriff: mittel · Stillstand: 24–48 hSZENARIO C · VOLLSANIERUNGKOMPLETT NEUNEUE SPS + EDGECloud · KI-OptimierungNEUE IO + AKTORENKlappen · Ventile · VAVVOLLSTÄNDIGE SENSORIKT · rH · CO₂ · VOC · Δp · m³/hEINSPARPOTENZIAL +50 %Eingriff: groß · Stillstand: 3–7 TageHöchste Förderwürdigkeit
Neue Komponente
Bestand bleibt
Wahl je nach Budget & Anlagenzustand
05 · Begleitmaßnahmen

Was bei der
Gelegenheit mit erledigt wird.

Wenn die Anlage ohnehin geöffnet ist: weitere Schritte mit minimalem Zusatzaufwand. Erfahrungsgemäß holt man so 15–30 % zusätzliche Effizienz heraus.

A · Filter-Update

ISO 16890 statt EN 779

Tausch auf moderne Filterklassen mit niedrigerem Anfangs-Druckverlust. Spart über die Lebensdauer 10–15 % Lüfter-Energie.

B · Schalldämpfer

Anpassung an EC-Spektrum

EC-Lüfter haben anderes Geräuschspektrum. Bestehende Schalldämpfer werden geprüft, bei Bedarf gegen breitbandig wirksame ersetzt.

C · Kanal-Sanierung

Leckagen finden, Dämmung erneuern

Dichtheits-Test nach EN 12237. Kalte Kanal­strecken nachdämmen — oft der größte versteckte Einsparhebel.

D · VAV-Nachrüstung

Bedarfsgeführte Volumen­ströme

Volumenstromregler in Hauptkanäle einbauen. Räume bekommen nur Luft, wenn sie genutzt sind. Spart 20–40 % Lüfter­strom.

E · Hydraulik

Abgleich der Register

Heiz- und Kühlregister neu hydraulisch abgleichen. Pumpenlast sinkt, Temperaturen werden stabiler.

F · Hygiene-Inspektion

VDI 6022 / SWKI VA104-01

Inspektion und Reinigung der gesamten Anlage. Pflicht in Lebensmittel, Pharma, Krankenhaus — sonst dringend empfohlen.

G · Brandschutz-Check

Klappen und Schotts

Brandschutzklappen prüfen, Schott­durchführungen normgerecht ergänzen oder erneuern. Pflicht­begehung bei Eingriffen in den Bestand.

H · Dokumentation

As-built · Wartungsplan · Schulung

Aktualisierte Pläne, Mess­protokolle, Wartungs­anleitung, Schulung der Betreiber. Damit der Effekt auch bleibt.

I · MUSS-DABEI

Lastgang-Logger

Vorher/Nachher-Messung über je 4 Wochen. So sind Einsparungen nachweisbar — entscheidend für ProKilowatt-Auszahlung und ROI-Reporting.

06 · Förderung

20–40 % der Investition,
förderfähig.

Energetische Sanierung von Lüftungs­anlagen ist in der Schweiz mehrfach förderbar — auf Bundes-, Kantons- und teilweise Versorger-Ebene. Die Programme lassen sich oft kombinieren.

Wir prüfen die Förder­fähigkeit als Teil der Bestands­aufnahme, übernehmen die technische Antrags­dokumentation und liefern die Mess­protokolle für die Auszahlung.

Wichtig

Förderprogramme, Konditionen und Fristen ändern sich laufend. Die hier genannten Beträge sind Richtwerte. Aktuelle Konditionen klären wir projekt­spezifisch — vor Auftragsvergabe.

Stapelbar · BeispielrechnungCHF 100 000 INVESTITION
INVESTITIONS-STAPELEigenanteilCHF 65 000 · 65 %ProKilowattCHF 18 000Klima-stiftungCHF 9 000Kanton5 000EVU3 000FÖRDERSUMMECHF 35 00035 %+ AMORTISATION DURCH ENERGIE-EINSPARUNG:CHF 12 000 / Jahr→ Payback < 5 Jahre* Beispielwerte · individuell projekt­abhängig · Stand 2026 prüfen

Programme im Überblick

A · Bund
15–25 %

ProKilowatt · Stiftung Klik

Wettbewerbliches BFE-Programm für Stromeffizienz-Maßnahmen. Klassischer Use-Case: Lüfter-Retrofit, EC-Tausch, VAV-Nachrüstung. Antrag projektbezogen, Auszahlung nach Mess­nachweis.

  • Antragsfenster 1–2× pro Jahr
  • Mindestens nachgewiesene 50 000 kWh/Jahr Einsparung
  • Lastgang-Messung vorher/nachher Pflicht
B · KMU
PAUSCHAL

Klimastiftung Schweiz

Direktförderung für KMU bis 500 Mitarbeitende. Pauschale Beiträge je Maßnahme, schlanker Antrags­prozess, schnelle Bewilligung. Lüftungs-Effizienz ist Standard­kategorie.

  • Online-Antrag, meist ≤ 4 Wochen Bearbeitung
  • Pauschale CHF 1 000–10 000 je Maßnahme
  • Kombinierbar mit ProKilowatt
C · Kantonal
VARIABEL

Gebäudeprogramm + Kantons-Töpfe

Gebäudeprogramm primär für Hülle, aber Lüftung in Kombination mit Sanierung oft förderfähig. ZH, BE, AG, ZG, BS und LU mit eigenen Zusatz­programmen für Lüftungs-Effizienz.

  • Vor Baubeginn beantragen
  • GEAK-Plus oft Voraussetzung
  • Konditionen je nach Kanton stark unterschiedlich
D · CO₂
RÜCKERSTATTUNG

EnAW-Zielvereinbarung

Energie-Agentur der Wirtschaft: Zielvereinbarungen mit Bund. Rückerstattung der CO₂-Abgabe und Netzzuschlag für Unternehmen, die Effizienz­maßnahmen nachweisbar umsetzen.

  • Lohnt ab ~ CHF 10 000 CO₂-Abgabe pro Jahr
  • Lüftungs-Retrofits zählen als Maßnahme
  • Mehrjährige Verpflichtung, dafür planbar
E · EVU
2–10 %

Stromversorger-Boni

ewz, IWB, EWB, BKW, AEW & weitere kantonale EVU haben eigene Effizienz­programme. Oft pauschal pro eingesparte kWh oder als Investitions­zuschuss.

  • Voraussetzung: Bezug beim jeweiligen EVU
  • Häufig kombinierbar mit ProKilowatt
  • Antrag direkt beim Versorger
F · Steuer
ABZUG

Steuerliche Abzüge

Investitionen in Energieeffizienz sind in den meisten Kantonen vollständig steuerlich abzugsfähig — als werterhaltende Aufwendungen oder über Sonder­abschreibungen für Energie­spar­massnahmen.

  • Effekt je nach Steuersatz 15–25 % zusätzlich
  • Auch für Privat-Eigentümer relevant
  • Steuerberater frühzeitig einbinden
SERVICE

Wir übernehmen die Antrags­arbeit.

Förder­fähigkeits-Check, technische Antrags­dokumentation, Mess­konzept vorher/nachher, Auszahlungs­nachweis. Sie liefern die Anlage, wir liefern die Förderakte.

~ 4 Wochen
TYPISCHE ANTRAGS-DAUER
07 · Ablauf

Sechs Schritte,
typisch 4–8 Monate.

Vom Erstkontakt bis zur Übergabe der sanierten Anlage. Wir staffeln die Eingriffe so, dass die Produktion möglichst wenig stillsteht.

Retrofit-PhasenVON ANALYSE BIS NACHWEIS
01ANALYSEBestandsaufnahme· Lastgang-Messung2 – 4 W02KONZEPTMaßnahmen-Paket· Förderfähigkeit2 – 3 W03FÖRDERANTRAGAntragsdokumentation· Bewilligung abwarten4 – 8 W04VORFERTIGUNGWerkstatt-Bau· Tests im Werk3 – 4 W05EINBAUTausch in Stillstand· typisch < 48 h2 – 7 T06NACHWEISLastgang nach Umbau· Fördermittel-Auszahlung4 W
Technische Phase
Förder-Phase
Bauphase < 48 h dank Vorfertigung
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Erstgespräch und unverbindliche Förder­fähigkeits-Einschätzung sind kostenlos. Sie senden uns Anlagentyp, Volumenstrom und Stromkosten — wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen.