Bestand bleibt.
Verbrauch halbiert.
Bestehende Lüftungs- und Klimaanlagen energetisch sanieren — ohne Neubau, ohne Stillstand der Produktion. Wir tauschen Lüfter auf EC-Technik, ergänzen Wärmerückgewinnung, rüsten Steuerungen auf moderne Edge-Logik und integrieren in vorhandene Gebäudeleittechnik. Für Lüftungs- und Klimabauer in der Schweiz.
Erst messen,
dann rechnen.
Vor jedem Retrofit messen wir den Ist-Zustand: tatsächlicher Volumenstrom, SFP-Wert, Stromaufnahme, Filterzustand, Kanaldichtheit, Schallpegel. Nur so sind Einsparungen zugesagt, nicht nur geschätzt.
Aus Lastprofil und Betriebsstunden-Auswertung berechnen wir die jährliche Energieersparnis und die Amortisationszeit — vor Auftragsvergabe, schwarz auf weiß.
- Volumenstrom, Druckverlust, SFP nach SIA 382/1
- Stromaufnahme über 7-Tage-Lastgang-Messung
- Kanaldichtheit nach EN 12237 (Klassen A–D)
- Hygiene-Inspektion nach VDI 6022 / SWKI VA104-01
- Förderfähigkeits-Check für ProKilowatt & Co.
?Was bedeutet SFP-Wert?Mehr
SFP = Specific Fan Power = spezifische Ventilatorleistung. Misst, wie viel elektrische Leistung der Lüfter pro geförderter Luftmenge braucht — die zentrale Effizienz-Kennzahl für Lüftungsanlagen.
Einheit: W/(m³/s) — gleichbedeutend mit Ws/m³ oder J/m³.
Beispiel: Ein alter Lüfter zieht 2 850 W und fördert 1 m³/s → SFP = 2 850. Ein moderner EC-Lüfter braucht für dieselbe Luftmenge nur 980 W → SFP = 980. Selbe Luft, ein Drittel des Stroms.
Warum nicht einfach Watt angeben? Weil eine kleine Anlage mit 500 W keine "bessere" als eine große mit 5 000 W ist — sie fördert nur weniger Luft. SFP normiert auf den Volumenstrom und macht Anlagen jeder Größe vergleichbar.
SFP-Klassen nach SIA 382/1
Warum es für Retrofit zählt: Eine Lüftung läuft 4 000 – 8 000 Stunden pro Jahr. Halbierung des SFP halbiert ungefähr den Lüfterstrom — über 10 Jahre fünf- bis sechsstellige Beträge. Außerdem ist der SFP-Vorher/Nachher-Nachweis bei ProKilowatt und EnAW praktisch immer Pflichtbestandteil des Förderantrags.
Was den SFP senkt
- EC-Direktantrieb statt AC + Riemen (Hauptbeitrag)
- Saubere Filter mit niedrigem Anfangs-Druckverlust
- Bedarfsgeführter Betrieb · halbe Drehzahl = 12,5 % Leistung
- Größere Kanalquerschnitte, strömungsgünstige Formteile
Was ihn hochtreibt
- Riemenantrieb (5–10 % Verluste durch Schlupf)
- Verschmutzte Filter · steigender Druckverlust
- Zu kleine Kanäle · quadratisch wachsender Druckverlust
- Konstanter Volllastbetrieb statt bedarfsgeführt
Alte Lüfter raus.
EC rein.
Riemenangetriebene AC-Motoren werden durch direktgetriebene EC-Lüfter ersetzt. Wirkungsgrad steigt von 60–70 % auf 90 %+. Drehzahl wird stufenlos regelbar — kein konstanter Volllastbetrieb mehr, sondern bedarfsgeführt.
Kein Riemen, kein Verlust
EC-Motoren sitzen direkt auf der Welle — 5–10 % Verluste durch Riemen-Schlupf entfallen vollständig. Kein Riemenwechsel, kein Nachspannen.
0–100 % drehzahlvariabel
Volumenstrom folgt dem Bedarf. Bei halber Last sinkt der Stromverbrauch nach kubischem Gesetz auf 12,5 % — nicht auf 50 %.
Passt in bestehendes AHU-Gehäuse
Frei laufendes Rad mit EC-Motor — direkter Einbau in vorhandene Lüftungsgeräte. Kein Gehäusetausch, kein Kanalumbau in 90 % der Fälle.
Energie, die schon
im Haus ist.
Bestehende Anlagen ohne Wärmerückgewinnung blasen 10–25 °C warme Abluft ungenutzt aus. Wir rüsten Plattenwärmetauscher (Kreuzgegenstrom), Rotationswärmetauscher oder Kreislaufverbundsysteme nach — je nach Platzverhältnissen und Hygiene-Anforderung.
Rückwärmzahlen 75–85 % sind realistisch. Auf jährliche Heizenergie gerechnet bedeutet das in der Regel −60 bis −80 %.
- Platte (Kreuzgegenstrom): 75–85 %, hygienisch sicher, kein Kreuzkontakt zwischen Zu- und Abluft
- Rotor: 80–90 %, kompakter, auch Feuchterückgewinnung — nicht für Reinraum
- Kreislaufverbund (KVS): 50–65 %, einsetzbar wenn Zu- und Abluft räumlich getrennt
Alte Logik bleibt.
Neue Intelligenz kommt dazu.
Bestandssteuerungen werden selten komplett ersetzt. Wir hängen Edge-Gateways oder neue SPS-Kerne dazu, übersetzen über BACnet/Modbus zu vorhandener Gebäudeleittechnik und ergänzen Sensorik dort, wo sie bisher fehlt — CO₂, VOC, Differenzdruck, Feuchte.
Was bei der
Gelegenheit mit erledigt wird.
Wenn die Anlage ohnehin geöffnet ist: weitere Schritte mit minimalem Zusatzaufwand. Erfahrungsgemäß holt man so 15–30 % zusätzliche Effizienz heraus.
ISO 16890 statt EN 779
Tausch auf moderne Filterklassen mit niedrigerem Anfangs-Druckverlust. Spart über die Lebensdauer 10–15 % Lüfter-Energie.
Anpassung an EC-Spektrum
EC-Lüfter haben anderes Geräuschspektrum. Bestehende Schalldämpfer werden geprüft, bei Bedarf gegen breitbandig wirksame ersetzt.
Leckagen finden, Dämmung erneuern
Dichtheits-Test nach EN 12237. Kalte Kanalstrecken nachdämmen — oft der größte versteckte Einsparhebel.
Bedarfsgeführte Volumenströme
Volumenstromregler in Hauptkanäle einbauen. Räume bekommen nur Luft, wenn sie genutzt sind. Spart 20–40 % Lüfterstrom.
Abgleich der Register
Heiz- und Kühlregister neu hydraulisch abgleichen. Pumpenlast sinkt, Temperaturen werden stabiler.
VDI 6022 / SWKI VA104-01
Inspektion und Reinigung der gesamten Anlage. Pflicht in Lebensmittel, Pharma, Krankenhaus — sonst dringend empfohlen.
Klappen und Schotts
Brandschutzklappen prüfen, Schottdurchführungen normgerecht ergänzen oder erneuern. Pflichtbegehung bei Eingriffen in den Bestand.
As-built · Wartungsplan · Schulung
Aktualisierte Pläne, Messprotokolle, Wartungsanleitung, Schulung der Betreiber. Damit der Effekt auch bleibt.
Lastgang-Logger
Vorher/Nachher-Messung über je 4 Wochen. So sind Einsparungen nachweisbar — entscheidend für ProKilowatt-Auszahlung und ROI-Reporting.
20–40 % der Investition,
förderfähig.
Energetische Sanierung von Lüftungsanlagen ist in der Schweiz mehrfach förderbar — auf Bundes-, Kantons- und teilweise Versorger-Ebene. Die Programme lassen sich oft kombinieren.
Wir prüfen die Förderfähigkeit als Teil der Bestandsaufnahme, übernehmen die technische Antragsdokumentation und liefern die Messprotokolle für die Auszahlung.
Förderprogramme, Konditionen und Fristen ändern sich laufend. Die hier genannten Beträge sind Richtwerte. Aktuelle Konditionen klären wir projektspezifisch — vor Auftragsvergabe.
Programme im Überblick
ProKilowatt · Stiftung Klik
Wettbewerbliches BFE-Programm für Stromeffizienz-Maßnahmen. Klassischer Use-Case: Lüfter-Retrofit, EC-Tausch, VAV-Nachrüstung. Antrag projektbezogen, Auszahlung nach Messnachweis.
- Antragsfenster 1–2× pro Jahr
- Mindestens nachgewiesene 50 000 kWh/Jahr Einsparung
- Lastgang-Messung vorher/nachher Pflicht
Klimastiftung Schweiz
Direktförderung für KMU bis 500 Mitarbeitende. Pauschale Beiträge je Maßnahme, schlanker Antragsprozess, schnelle Bewilligung. Lüftungs-Effizienz ist Standardkategorie.
- Online-Antrag, meist ≤ 4 Wochen Bearbeitung
- Pauschale CHF 1 000–10 000 je Maßnahme
- Kombinierbar mit ProKilowatt
Gebäudeprogramm + Kantons-Töpfe
Gebäudeprogramm primär für Hülle, aber Lüftung in Kombination mit Sanierung oft förderfähig. ZH, BE, AG, ZG, BS und LU mit eigenen Zusatzprogrammen für Lüftungs-Effizienz.
- Vor Baubeginn beantragen
- GEAK-Plus oft Voraussetzung
- Konditionen je nach Kanton stark unterschiedlich
EnAW-Zielvereinbarung
Energie-Agentur der Wirtschaft: Zielvereinbarungen mit Bund. Rückerstattung der CO₂-Abgabe und Netzzuschlag für Unternehmen, die Effizienzmaßnahmen nachweisbar umsetzen.
- Lohnt ab ~ CHF 10 000 CO₂-Abgabe pro Jahr
- Lüftungs-Retrofits zählen als Maßnahme
- Mehrjährige Verpflichtung, dafür planbar
Stromversorger-Boni
ewz, IWB, EWB, BKW, AEW & weitere kantonale EVU haben eigene Effizienzprogramme. Oft pauschal pro eingesparte kWh oder als Investitionszuschuss.
- Voraussetzung: Bezug beim jeweiligen EVU
- Häufig kombinierbar mit ProKilowatt
- Antrag direkt beim Versorger
Steuerliche Abzüge
Investitionen in Energieeffizienz sind in den meisten Kantonen vollständig steuerlich abzugsfähig — als werterhaltende Aufwendungen oder über Sonderabschreibungen für Energiesparmassnahmen.
- Effekt je nach Steuersatz 15–25 % zusätzlich
- Auch für Privat-Eigentümer relevant
- Steuerberater frühzeitig einbinden
Wir übernehmen die Antragsarbeit.
Förderfähigkeits-Check, technische Antragsdokumentation, Messkonzept vorher/nachher, Auszahlungsnachweis. Sie liefern die Anlage, wir liefern die Förderakte.
Sechs Schritte,
typisch 4–8 Monate.
Vom Erstkontakt bis zur Übergabe der sanierten Anlage. Wir staffeln die Eingriffe so, dass die Produktion möglichst wenig stillsteht.
Anlage steht?
Dann lass uns messen.
Erstgespräch und unverbindliche Förderfähigkeits-Einschätzung sind kostenlos. Sie senden uns Anlagentyp, Volumenstrom und Stromkosten — wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen.